Die Beziehung zwischen den Dingen und den Menschen deutet auf die Wiederauferstehung hin
Der Mensch und seine Umwelt sind untrennbar miteinander verknüpft. Wir werden in eine freundliche Welt hineingeboren und mit den erforderlichen Sinnen ausgestattet. Wir verfügen über Gefühle wie Anteilnahme, Mitleid, Fürsorge und Liebe, weil es in dieser Welt so viele Dinge gibt, die man lieben, um die man sich sorgen und für die man Mitleid empfinden kann. Wir verspüren Hunger und Durst, Kälte und Hitze. Glücklicherweise können diese Bedürfnisse und Empfindungen entweder mit dem, was schon vor unserer Geburt vorbereitet wurde, oder mit Hilfe geringer Anstrengungen unsererseits gestillt werden.
Als Beispiel soll mir ein Apfel dienen. Seine Farbe und seine Schönheit gefallen unseren Augen und sprechen unseren Sinn für Schönheit an. Mit seinem Geschmack wendet er sich an unseren Geschmackssinn, und mit seinen Vitaminen nährt er unseren Körper. Besäße er ein hässliches Äußeres und keinen angenehmen Geschmack, würden wir uns vielleicht weigern, ihn zu essen, und uns damit seiner für uns so wertvollen Nährstoffe berauben.
Dieses und viele weitere Beispiele aus der Natur beweisen klar und deutlich, dass Jemand sowohl den Menschen erschaffen als auch eine Welt für ihn vorbereitet hat. Gott kennt den Menschen mit all seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Eigenschaften genauso gut, wie Er die Natur bis hin zu ihren winzigsten Bausteinen kennt.
Ein weiteres Beispiel: Die Fortpflanzung hängt von gegenseitiger Liebe und Anziehung zwischen den Geschlechtern ab. Hätte Gott, der Eine, Männern und Frauen diese Liebe und Anziehung nicht gewährt, hätte Er ihnen nicht erlaubt, beim Prozess der Fortpflanzung Freude zu empfinden, und hätte Er keine starke Liebe und Sorge um unsere Nachkommen in uns verwurzelt, dann hätten wir uns niemals fortgepflanzt. Adam und Eva wären dann wohl die ersten und einzigen Mitglieder der Spezies Mensch geblieben.
Der Tod bereitet allen Freuden ein Ende und lässt alles so zurück, als habe es nie existiert. Ohne die Wiederauferstehung wäre dieses Leben lediglich ein bedeutungsloses Spielzeug, das nichts als Leid und Schmerzen produziert. In Wirklichkeit jedoch ist diese Welt eine schemenhafte Miniatur der anderen, ewigen Welt. Die Wohltaten, die Gott uns hier bewilligt, sind nur Muster ihrer ewigen und weitaus anspruchsvolleren Formen in der ewigen Welt. Gott gewährt sie uns und legt uns gleichzeitig nahe, so zu handeln, dass wir sie uns auch verdienen. Im Koran heißt es:
Und verkünde die frohe Botschaft denjenigen, die glauben und Gutes tun, auf dass ihnen Gärten zuteil werden, in deren Niederungen Bäche fließen; und sooft sie eine Frucht daraus bekommen, sagen sie: „Das ist doch das, was wir schon früher zu essen bekamen." Doch ihnen wird nur Ähnliches gegeben. Und ihnen gehören darin Gattinnen vollkommener Reinheit und sie werden ewig darin bleiben. (2:25)
Alle Freuden und Schönheiten, alle Belohnungen und alles Glück in dieser Welt weisen auf ihre vollkommenen und ewigen Gegenstücke im Paradies hin, während Schmerzen, Strafen, Hässlichkeit und Unglück auf ihre Gegenstücke in der Hölle hinweisen. Gott möchte die Trümmer, die von dieser Welt nach ihrer Zerstörung übrig bleiben, nutzen, um auf ihnen die andere Welt zu errichten. Von daher deuten die Wechselbeziehungen zwischen den Dingen in dieser Welt und zwischen dieser und der anderen Welt auf die Wiederauferstehung hin.